Außenpolitik
AUßENPOLITIK

31.12.2006

Russland in Gruppe der acht: Ergebnisse der ersten Präsidentschaft

Das Gipfeltreffen in Sankt-Petersburg hat bestätigt, dass die Gruppe der Acht eines der wichtigsten Foren für die Abstimmung von gemeinsamen Herangehen an Weltprobleme ist.

Das wichtigste politische Ergebnis von Sankt-Petersburg besteht in folgendem: Es gibt nun besseres Verständnis dessen, dass es keine Alternative der multilateralen Diplomatie bei der Lösung von globalen Problemen, Beilegung von Konflikten, Abwehr von neuen modernen Herausforderungen gibt.

Für die Architektur der internationalen Gemeinschaft im 21.Jahrhundet ist eine feste und stabile Stütze notwendig. Wir müssen eine weitgehende Übereinstimmung erreichen, einen wirklich globalen Konsens. Diese objektiven Realien treiben G8 zur großeren Demokratisierung und Offenheit, zur allmählichen Transformation in einen im geographischen und Zivilisationssinne repräsentativeren Mechanismus der informellen kollektiven Leaderschaft in der modernen Welt voran. In Anbetracht des positiven Charakters dieser Tendenz hat Russland während seiner G8-Praesidentschaft den Dialog und das Zusammenwirken mit einigen führenden Staaten außerhalb der G8 in einigen früher nicht eingesetzten Formaten aktiviert. Immer mehr Staaten und Organisationen nehmen an der gemeinsamen Arbeit erfolgreich teil. Das sind u.a. Brasilien, Indien, China, Mexiko, Südafrikanische Republik und einige internationale Organisationen, einschl.

GUS-Staaten und Afrikanische Union. Neben dem Dialog der Führer dieser Staaten und Organisationen mit G8 wurden ihre Experten auf dem Gipfeltreffen in Sankt-Petersburg bei verschiedenen Veranstaltungen auf der Ministerebene und sonstigen Ebenen zur Behandlung von konkreten Fragen der Tagesordnung aktiv herangezogen.

Es ist zu sagen, dass Russland als Präsident alles Mögliche gemacht hat, um G8-Agenda den Prioritäten der Vereinten Nationen und der Weltgemeinschaft näherzubringen. Deshalb beinhalten Beschlüsse des Gipfels zu den Hauptthemen der russischen Präsidentschaft - Energiesicherheit, Bildung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten - strategische Orientierungsmarken der UNO zur Mobilisierung von Bemühungen der Weltgemeinschaft um die Förderung der globalen stabilen Entwicklung, die in Millenium-Entwicklungszielen (MDGs) festgelegt sind. Es entspricht unserer prinzipiellen Ausrichtung auf Unterstützung der UNO und ihrer zentralen Rolle im internationalen Leben im Namen der allgemeinmenschlichen Ziele: Friedens- und Sicherheitsfestigung, Effektive Förderung der Entwicklung und des Wohlstands aller Länder und Regionen der Welt.

Es ist prinzipiell wichtig, dass bei der Diskussion auf diesem Gipfel Empfehlungen der NGO-Gemeinschaft berücksichtigt wurden, es ist sozusagen russisches Knowhow. Auf Initiative der russischen Präsidentschaft fanden im Vorfeld des Gipfels in Sankt-Petersburg in Moskau Weltgipfel der Religionsleader, Internationales Forum der Nichtregierungsorganisationen "Zivile Acht 2006" sowie die Jugend-Acht statt. Somit wurde G8-Dialog mit der Zivilgesellschaft auf ein neues und qualitativ höheres Niveau gebracht.

Bei der Wahl von Hauptthemen der russischen Präsidentschaft versuchten wir Kontinuität der Arbeit der G8 sicherzustellen und ihre Agenda mit aktuellen Problemen der globalen Entwicklung maximal in Übereinstimmung zu bringen. Aber vor allen Dingen wurde diese Auswahl durch kontinuierlichen und ausgewogenen Kurs der Führung unseres Landes auf Verteidigung nationaler Interessen, durch die Stärkung seiner außenpolitischen Positionen, seines gestiegenen Wirtschaftspotential bedingt. Dies erlaubt uns, bei der Förderung des globalen Wachstums und der globalen Entwicklung immer größere Rolle zu spielen. Wir konnten unseren Partnern innovative Herangehen an die Lösung von großen globalen Problemen anbieten.

Für die russische Präsidentschaft wurden drei Hauptthemen ausgewählt: Internationale Energiesicherheit, Bekämpfung von Infektionskrankheiten und Entwicklung der Bildung.

Russische Initiative für internationale Energiesicherheit wurde zum Hauptthema des Gipfels in Sankt-Petersburg. Nach ihrer Behandlung wurden Gemeinsame Erklärung und Aktionsplan für Energiesicherheit angenommen. Diese Dokumente stellen gemeinsame vereinbarte Strategie zur stabilen Entwicklung des Weltenergiesystems dar. Ihr Hauptgedanke heißt: Globaler Charakter der Herausforderungen im Energiebereich und wachsende gegenseitige Abhängigkeit der Produzenten, Verbraucher und Transitländer erfordert einer engen Partnerschaft zwischen ihnen, um globale Energiesicherheit zu stärken. Zum ersten Mal in der Geschichte der G8 wurden in diesen Dokumenten das Prinzip der gemeinsamen Verantwortung von Produzenten und Verbrauchern für stabile und kontinuierliche Entwicklung des weltweiten Energiebereichs, u.a. durch Sicherung der zuverlässigen Nachfrage und des zuverlässigen Angebots, sowie die These über die Notwendigkeit des Austausches unter allen Gliedern der Energiekette genau festgelegt.

Wir schlagen einen Maßnahmenkomplex zur Steigerung der Effizienz beim Energieeinsatz, zur Diversifizierung von Energiearten, Sicherung der physischen Sicherheit von lebenswichtigen Energieinfrastrukturen sowie zur Verbesserung des Investitionsklimas im Energiebereich und Steigerung der Transparenz, Berechenbarkeit und Stabilität der Energiemärkte vor.

Es wurde bestätigt, dass die friedliche Kernenergie ein wirtschaftlich effizienter und ökologisch sicherer Energieträger sei, sie jedoch unter strikter Einhaltung von Prinzipien der Nichtweiterverbreitung genutzt werden müsse. Bemerkenswert ist in dieser Hinsicht die russische Initiative (sowie Vorschläge der USA und IAEA in diesem Bereich) für die Sicherung des gleichberechtigten Zugangs aller interessierten Länder zu den Vorteilen der friedlichen Atomenergie durch ihre Versorgung mit Produkten des Kernbrennstoffkreislaufs.

Grosse Aufmerksamkeit wurde auf die Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit beim Einsatz von erneuerbaren Energien gerichtet, u.a. Solar, Wind, Wasser und Bioenergie.

Ein Abschnitt des Aktionsplans bezieht sich auf die Steigerung von gemeinsamen Bemühungen der Weltgemeinschaft um die Überwindung der Energiearmut mit dem Schwerpunkt auf die Verbesserung von Zugangsmöglichkeiten der ärmsten Bevölkerungsschichten zu Energievorteilen gewidmet.

Es wurden Vereinbarungen des letzten Gipfels in Gleneageles über gemeinsame Arbeit gegen globale Klimaveränderung bekräftigt, u.a. Treue den Zielen der UN-Rahmenkonvention, einschl. Verpflichtungen einiger Länder, Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Es gibt allen Grund zu sagen, dass nach Sankt-Petersburg nicht nur G8, sondern die ganze Weltgemeinschaft die Notwendigkeit der gemeinsamen Anstrengungen der energieverbrauchenden und energieproduzierenden Länder durch das Gleichgewicht ihrer Interessen besser erkennt, um zuverlässige Energieversorgung aller Staaten mit verschiedenen umweltfreundlichen Energiearten zu akzeptablen Preisen zu sichern. Und das ist gerade Energiesicherheit.

Im von den Führern gebilligten Dokument "Bildung für die innovative Gesellschaft im 21.Jahrhunderts" wird vor allen Dingen darauf hingewiesen, dass Qualität der Berufsbildung mit den Anforderungen der innovativen Wirtschaft in Einklang gebracht werden muss. Es wird vorgeschlagen, Anstrengungen zur Integrierung von Forschungen, der Berufsbildung und den Einsatz von Innovationen zu intensivieren, was u.a. aktivere Kooperation aller Partner - Forschungszentren, Universitäten und der Privatwirtschaft erfordert. Sehr wichtig seien gegenseitige Anerkennung und Transparenz der Berufsbildung, Unterstützung der Mobilität von Professoren und Studenten.

Grosse Aufmerksamkeit wurde auch auf die Hilfe den Entwicklungsländern im Rahmen des Programms Aktionsplan von Dakar "Bildung für alle" gerichtet.

Es wurde die für die meisten G8-Laender brennende Frage behandelt: Integrierung von Immigranten. Um die Wirksamkeit der Migrationspolitik und Stabilität der Märkte zu steigern, wurde beschlossen, spezielle Bildungsprogramme zu entwickeln, um sozial-kulturelle und berufliche Anpassung von Migranten zu optimieren und in diesem wichtigen und feinen Bereich Erfahrungen auszutauschen.

Im Dokument über den Kampf gegen Infektionskrankheiten wird globale Strategie zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten festgelegt, sowohl "neuen", z.B. Vogelgrippe, als auch bekannten, u.a. hiv/AIDS, Tuberkulose und Malaria. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Früherkennung von Erkrankungen und Vorbeugung der Verbreitung von neuen Infektionen, auf den Aufbau von entsprechenden effektiven Infrastrukturen, insbesondere in Entwicklungsländern; auf die Stärkung der Vorbeugungskomponente; auf volle Umsetzung der schon gestarteten internationalen Programme: Zur Ausrottung der Kinderlähmung und Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria sowie anderen gelegt.

Die Hauptaufgabe wäre dabei entsprechende Versorgung mit Ressourcen. Gerade deshalb hat Russland eine revolutionäre Entscheidung getroffen: Im Zeitraum 2007-2010 dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria Mittel, die für russische Projekte bereitgestellt wurden, zurückzuzahlen. Das heißt, dass der Globale Fonds zusätzlich 217 Mio. USD bekommen wird.

Aktuell sei auch die Stärkung der antiepidemischen Arbeit im Rahmen der Verhinderung und Beseitigung der Folgen von Naturkatastrophen und von den durch die menschliche Tätigkeit verursachten Katastrophen.

Im Dokument ist betont, dass zu den Zielen der G8 gehört, alle mit Vorbeugungs- und Behandlungsmitteln gegen Infektionskrankheiten zu versorgen, wer sie braucht. Zu diesem Zweck sollen u.a. neue Impfstoffe und Medikamente entwickelt, Preise für diese Mittel gesenkt und Systeme des Gesundheitswesens aufgebaut werden.

Einen wichtigen Platz haben auf dem Gipfeltreffen Probleme der internationalen Sicherheit eingenommen, insbesondere Fragen, die sich auf die Festigung der Regimes der Nichtweiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen beziehen, einschl. Atomprogramme des Iran und Nordkoreas. Es ist uns gelungen, politisch-diplomatische Lösung dieser Probleme als gemeinsames Herangehen der G8 durchzusetzen. Es wurde bekräftigt, dass zur Einhaltung von Nichtverbreitungsnormen positive Stimuli entwickelt werden sollen. Es sollen beispielsweise solche politische und wirtschaftliche Bedingungen geschaffen werden, bei denen Staaten, die über keine Atomwaffen verfügen und ihren Nichtverbreitungsverpflichtungen freiwillig nachgehen, nicht streben, in Besitz von Atomtechnologien zu kommen, die das Nichtverbreitungsregime beeinträchtigen können, und dabei garantierten Zugang zu den Vorteilen der Kernstoffanreicherung bekommen, um die friedliche Atomenergiewirtschaft zu entwickeln.

Auf die Lösung dieser nicht einfachen Aufgabe ist die Initiative des Präsidenten Wladimir Putin über die Bildung von internationalen regionalen Zentren zur Versorgung mit den Produkten des Kernbrennstoffkreislaufs gerichtet. Eine ähnliche Idee hat in Sankt-Petersburg US-Präsident George Bush zum Ausdruck gebracht. Es wurde vereinbart, sie einander näher zu bringen und letztendlich zu vereinen. Auf dem russisch-amerikanischen Gipfeltreffens am 19.November 2006 in Hanoi wurden wir beauftragt, diese Arbeit zu beschleunigen.

Darüber hinaus wurde in der Nichtverbreitungserklärung genau festgelegt, dass G8 bereit sei, Anstrengungen zur Stärkung solcher völkerrechtlichen Instrumente wie Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen, BC-Waffen-Konvention zu intensivieren. Es wurde bekräftigt, wir die Tätigkeit der IAEA, Anstrengungen zur Universalisierung des Zusätzlichen Protokolls zum Garantieabkommen mit der Atomenergiebehörde bekräftigen.

Zu einem der zentralen Diskussionsthemen wurde die im Vorfeld des Gipfels sich schnell zuspitzende Lage im Nahen Osten. Auf Initiative der russischen Seite wurde eine spezielle Nahost-Erklärung verabschiedet, in der die prinzipiell wichtige Bestimmung festgelegt ist, die Ursache der Probleme dieser Region bestehe im nicht geregelten arabisch-israelischen Konflikt. G8 hat alle Länder aufgerufen, sichere Bedingungen zu schaffen, um die Gewalt zu stoppen, konkrete Vorschläge zur Umsetzung der Resolutionen des Weltsicherheitsrates 1559 und 1689 gemacht und dem Rat vorgeschlagen, einen Plan zu ihrer Umsetzung auszuarbeiten. Später ist es uns später, dank den in Sankt-Petersburg erreichten Vereinbarungen, die Resolution des Weltsicherheitsrates 1701 zu verabschieden, die das Blutvergießen gestoppt hat.

Es wurde die Erfüllung der Initiative über die Partnerschaft mit dem Nahen Osten und Nordafrika behandelt, die auf dem G8-Gipfeltreffen in Sea-Island (USA) 2004 gestartet wurde. Wir haben unsere Haltung wiederholt bekräftigt, dass Demokratisierungsprozesse nicht künstlich beschleunigt werden dürfen. Schritte zu ihrer Unterstützung müssen unter Berücksichtigung und Achtung von Traditionen, Geschichte, nationaler Besonderheiten jeweiliger Länder realisiert werden. Wie die Ergebnisse des Ministertreffens des "Zukunftsforums" gezeigt haben, das Ende November - Anfang Dezember 2006 in Amman stattgefunden hat, wird diese Linie von unseren G8-Partnern unterstützt.

Die in Sankt-Petersburg verabschiedete Deklaration über Terrorismusbekämpfung und die Erklärung über die Festigung des entsprechenden UN-Programms haben die Erstrangigkeit dieser Arbeit der G8 bestätigt. Es sei äußerst wichtig, Terroranschläge und sonstige verbrecherische Anschläge auf wichtige Objekte der Energieinfrastruktur zu verhindern, die völkerrechtliche Grundlage der Terrorismusbekämpfung zu verbessern, Versuche der Terroristen zu unterbinden, den Zugang zu Massenvernichtungswaffen und entsprechenden Mitteln zu bekommen, Finanzierung des Terrorismus und Terrorpropaganda zu bekämpfen, Unvermeidbarkeit der Verantwortung der Terroristen, ihrer Finanzierter und Anstifter zu sichern.

Die einzigartige Rolle der Vereinten Nationen bei der Konsolidierung von internationalen Anstrengungen beim Antiterror wurde bekräftigt, konkrete Wege zur Erhöhung ihrer Effektivität in diesem Bereich wurden bezeichnet, einschl. Förderung der Dritten Länder bei der Entwicklung ihres Anti-Terror-Potentials.

G8-Fuehrer haben Ergebnisse der internationalen Ministerkonferenz "Über die Wege des Drogenlieferung aus Afghanistan" ("Paris-2 - Moskau-1"), die am 26.-28. Juni dieses Jahres in Moskau stattgefunden hat, hoch eingeschätzt, denn sie ermöglichen es, Effektivität der Maßnahmen zur Abwehr der afghanischen Drogenexpansion zu erhöhen.

Russlands Bemühungen um den Einsatz des Potentials der Zivilgesellschaft, einschl. Geschäftskreise, bei der Terrorismusbekämpfung wurden unterstützt. Zum Höhepunkt in diesem Bereich wurde erfolgreiche Durchführung des Globalen Forums der Anti-Terror-Partnerschaft der Staaten und Geschäftsgemeinschaft in Moskau im November 2006.

Die von den Präsidenten Russlands und der USA eingebrachte gemeinsame Globale Initiative über den Kampf gegen Nuklearterrorismus, die auf die Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit in diesem Bereich gerichtet ist, wurde unterstützt. Auf dem ersten Treffen der ursprünglichen Partner der Initiative auf der Ebene der Außenminister, die im Oktober 2006 in Rabat stattgefunden hatte, wurden eine Erklärung über Prinzipien der Initiative sowie Bestimmungen zu ihrer Umsetzung und Beurteilung vereinbart und Hauptrichtungen der praktischen Arbeit in diesem Bereich festlegen. Auf US-amerikanische Initiative wurde die Deklaration über die Stabilisierung und Wiederherstellung nach beigelegten Konflikten angenommen, die auf die Steigerung der Effektivität dieser Arbeit gerichtet ist, wobei Möglichkeiten der Vereinten Nationen, sowie anderer internationalen und regionalen Organisationen in Anspruch genommen werden sollen. Außerdem wurden die Lage im Kosovo, Irak sowie andere regionale Fragen und Fragen, die sich auf konkrete Länder beziehen, behandelt.

Neben der Behandlung von drei globalen prioritäeren Themen und des politischen Bereichs haben G8-Fuehrer Meinungen zu aktuellen Problemen der Weltwirtschaft und des Welthandels ausgetauscht. In der Handelserklärung wird bestätigt, dass G8 für die Stärkung der vielseitigen Handelssysteme, für die Fortsetzung des Prozesses der vielseitigen Handelsverhandlungen auf der Doha-Runde auftritt. G8-Fuehrer haben sich für den schnellste Beitritt Russlands zu WTO zu Standardbedingungen ausgesprochen.

G8 hat bestätigt, dass sie den Handel mit gefälschten Erzeugnissen und Raubkopien sowie Rechtsverletzungen im Bereich des geistigen Eigentums unterbinden will.

G8-Fuehrer haben den Aktionsplan zur Bekämpfung der Korruption im Bereich der Staatsführung angenommen. Im Kontext der Hilfe für Entwicklungsländer wurde auf die Wichtigkeit der Erfüllung von Verpflichtungen hingewiesen, u.a. von Verpflichtungen, die auf dem Millenium-Gipfel 2000 angenommen wurden mit dem Schwerpunkt auf die Steigerung der Qualität und Effizienz der Hilfe, Verbesserung der Struktur und Modalitäten der Gewährung dieser Hilfe hingewiesen. Grosse Aufmerksamkeit wurde dem Thema Unterstützung Afrikas geschenkt. In einer Sondererklärung werden Ergebnisse der Arbeit in diesem Jahr zusammengefasst und Orientierungsmarken für die weitere Arbeit im Rahmen des Programms "Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung" (NEPAD) festgelegt: Bekämpfung von Infektionskrankheiten und Energiearmut, Festigung von Bildungssystemen, Hilfe beim Aufbau von Afrikanischen Bereitschaftstruppen, Festigung des Handelspotentials der afrikanischen Länder, Erfüllung von Verpflichtungen für die Hilfe und Steigerung ihrer Effizienz, Schuldenerlass. Es wird betont, dass Effektivität der Außenhilfe für den Kontinent erhöht, jedoch mit wirksamen Maßnahmen afrikanischer Länder vereint werden soll.

Wir haben die 7.Sitzung des Partnerschaftsforums mit Afrika, die im Oktober 2006 in Moskau stattgefunden hat, genutzt, um koordinierte Herangehen an den sozial-wirtschaftlichen Wiederaufbau der Region auszuarbeiten, u.a. über die Möglichkeiten der Überwindung der Energiearmut und Bekämpfung von Infektionskrankheiten in der Region im Sinne der entsprechenden Dokumente von Sankt-Petersburg. In diesem Kontext haben wir den wachsenden Beitrag Russlands zu den vielseitigen Bemühungen um die Förderung des Kontinents zum Vorschein gebracht, insbesondere in bezug auf die Reduzierung von Schuldlasten (insgesamt um 11,3 Mrd. USD), Stärkung des Friedenpotentials afrikanischer Länder, Ausbildung nationaler Fachleute.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass es allen Grund gibt, die erste russische G8-Praesidentschaft für erfolgreich zu halten. Neben den allgemein erkannten strategisch wichtigen Entscheidungen des Gipfels von Sankt-Petersburg weisen unsere Partner auf positive Ergebnisse der russischen Präsidentschaft innerhalb des ganzen Jahres 2006 hin. Infolgedessen hat Russlands Teilnahme an G8 ein qualitativ neues Niveau erreicht. Dabei geht es nicht nur um bedingungslose Bestätigung des Status des vollständigen Teilnehmers dieses Forums für Russland, sondern auch um die praktische Anerkennung der innovativen Rolle unseres Landes bei der Vervollkommnung der Arbeit des Klubs.

Uns steht ernste vielseitige Arbeit an der Erfüllung von den in Sankt-Petersburg getroffenen Entscheidungen (insgesamt wurden zu Ergebnissen des Gipfeltreffens 16 Dokumente verabschiedet) bevor. Hier hoffen wir auf enge konstruktive Partnerschaft mit dem nächsten Präsidenten - Deutschland - und anderen G8-Partnern sowie mit allen interessierten Dritten Ländern, UN-"Familie" und anderen multilateralen Organisationen.

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