Über die Botschaft
BOTSCHAFT DER RUSSISCHEN FÖDERATION IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH

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DAS GEBÄUDE DER BOTSCHAFT DER RUSSISCHEN FÖDERATION IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH

Die Botschaft der Russischen Föderation in der Republik Österreich (ehemaliger Palast des Herzogs von Nassau) gehört zu den schönsten Bauwerken, die am Ende des 19. Jahrhunderts in Wien erbaut wurden. Dieses Gebäude und die sich nebenan befindliche Russisch-Orthodoxe Kathedrale zum heiligen Nikolaus sind die Symbole der russischen Anwesenheit in der österreichischen Hauptstadt.

Das Palais wurde in den Jahren 1872-1873 im Auftrag des Bankiers Israel Simon im Stil der Wiener Neorenaissance vom berühmten Architekten Alois Wurm-Arnkreuz errichtet. Die strikt proportionierte Hauptfassade ist mit einem offenen Balkon und einer Balustrade dekoriert. Die Kolonnade, die Haupttreppe und die innere Ausstattung sind mit Naturgranit und Marmor verkleidet. Im großen Empfangssaal und in zwei Salons des 2. Stocks sind originelle Bauelemente der Innenausstattung und Stuckverzierungen erhalten. Die Glaskuppel im zentralen Dachraum betont den Umfang des Gebäudes und die Leichtigkeit der Komposition der Eingangshalle. Die Gesamtfläche des Hauses beträgt 3.034,6 m², die Höhe - 19 m.

1874 ging das Palais an den Herzog von Nassau über. Im Jahre 1891 erwarb der damalige Russische Botschafter, Fürst A.B.Lobanow-Rostowskij, das Palast von diesem für Botschaftszwecke. Seit dieser Zeit befindet sich hier die Botschaft der Russischen Föderation (vordem der UdSSR) in der Republik Österreich.

Während der Kämpfe um die Befreiung Wiens im Jahre 1945 erlitt das Gebäude einige Schäden. Bei den Restaurationsarbeiten in den Jahren 1947-1950 wurden nach dem Projekt des österreichischen Architekten Richard Sidek die Figuren, der Wagen und der Flaggenstock vom Dach, sowie die Figuren in den Nischen der Hauptfassade, entfernt. Damals wurden auch zwei Brunnen, die sich an den Seiten des Gebäudes befanden, beseitigt.

Im Juni 1961 trafen sich in diesem Gebäude Nikita S.Chruschtschow und John F.Kennedy. Im Juni 1979 fand hier das Treffen zwischen Leonid J.Breschnew und Jimmy Carter statt, das mit der Unterzeichnung des SALT II-Vertrages endete.

Bibliographie und Archivquellen:
Lutozow u. Tischler, Neubauten, I, 1879, Taf.25-30 Kortz,
XX.. Jh, II., 1906, S.396 Thieme-Becker, XXXVI, S.310
Wagner-Rieger, 19. Jh., 1970, S.219 A 59